Donnerstag, 10. März 2011


Zeit

So wandelt sie, im ewig gleichen Kreise,
Die Zeit nach ihrer alten Weise,
Auf ihrem Wege taub und blind.
Das unbefangne Menschenkind
Erwartet stets vom nächsten Augenblick
Ein unverhofftes seltsam neues Glück.
Die Sonne geht und kehret wieder,
Kommt Mond und sinkt die Nacht hernieder,
Die Stunden die Wochen abwärts leiten,
Die Wochen bringen die Jahreszeiten.
Von außen nichts sich je erneut,
In Dir trägst du die wechselnde Zeit,
In Dir nur Glück und Begebenheit. 

(Ludwig Tieck, 1773-1850)







Gedicht
Ein Wort


von Annegret Kronendberg

Ein Wort liegt
zwischen uns.
Ein Wort verbindet uns.
Ein Wort trägt uns.
Liebe.


1 Kommentar:

  1. Wunderschöne Bilder, echt schöne Texte, total toller Blog! :)
    Liebe Grüße! <3
    Lissy.

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